Die Aufgabe
Ein rund 240 Meter langer Gleisabschnitt mit erkennbarem Schienenverschleiß sollte erneuert werden: Schienenwechsel, neue Schweißstöße und eine Nachstopfung der Gleislage. Die Vorgabe des Auftraggebers: ausschließlich Nachtsperrungen, jede Sperrung musste die Strecke am Morgen uneingeschränkt betriebsbereit übergeben — inklusive abgekühlter und geschliffener Schweißnähte.
Die Ausführung
Die größte Randbedingung war die Abkühlzeit der aluminothermischen Schweißungen: Sie ließ sich nicht verkürzen, also wurde die gesamte Schichtplanung darauf ausgerichtet. Schienenwechsel und Trennschnitte liefen in der ersten Nachthälfte, damit die Schweißungen früh genug gesetzt werden konnten, um vor Schichtende auszukühlen und geschliffen zu werden.
- Nacht 1 — Trennschnitte, Ausbau der Altschienen auf 120 m
- Nacht 2 — Einbau neuer Schienen, erste Schweißreihe
- Nacht 3 — Ausbau restlicher 120 m, zweite Schweißreihe
- Nacht 4 — Schleifen sämtlicher Nähte, Stopfen, Kontrollmessung
Das Ergebnis
Alle acht Schweißstöße kühlten innerhalb des Zeitfensters ab und wurden vor Ort geschliffen. Die Gleisgeometrie lag nach der Stopfung innerhalb der Toleranz, die Strecke ging nach jeder Nacht ohne Einschränkung in den Betrieb.
| Leistung | Schienenwechsel, aluminothermisches Schweißen, Stopfen |
|---|---|
| Umfang | ca. 240 m Gleis, 8 Schweißstöße |
| Zeitfenster | 4 Nachtsperrungen à ca. 5 Stunden |
| Besonderheit | Abkühl- und Schleifzeit der Schweißnähte fest eingeplant |
| Region | Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen |
Aus der Nacht
Die letzte Stunde jeder Nacht gehörte nicht der Produktion — sie gehörte der Freigabe.



